Max Andrzejewski’s HÜTTE
and The Homegrown Organic Gospel Choir

Berlin

„Kaum eine andere junge Jazzband hat in den letzten Jahren in Deutschland so viel Aufsehen erregt wie Max Andrzejewskis Hütte. Mit Begriffen wie Newcomer, Geheimtipp, Talent oder Hoffnungsträger ist man bei Musikern unterhalb der dreißig schnell bei der Hand, doch das Quartett mit Backgrounds in Köln und Berlin war schon mit seinem Debütalbum ein gutes Stück über dem Empfehlungsstatus hinaus. Die Band des Drummers Max Andrzejewski nahm das deutsche Jazz-Parkett im Fluge.

Mit „Hütte und Chor“ holt Hütte jetzt zum zweiten Streich aus. Der Titel ist Programm. (…)? Gesang und Musik gehen im Jazz eine oft unheilige Allianz ein. Oft stehen sich Stimme und Instrumente im Weg. Am auffälligsten ist dieser Antagonismus meist dann, wenn die Protagonisten sich nach Kräften bemühen, ihn zu überdecken. Max Andrzejewski und Co. gehen den entgegengesetzten Weg. Sie setzen auf die Gegensätzlichkeit von menschlicher Stimme und der entmenschlichten Beseeltheit des instrumentalen Klanges. (…) Chor und Band werden einander gegenüber gestellt, müssen sich nicht miteinander beweisen, sondern suchen die Konfrontation. (…) Ganz plötzlich erwächst aus dieser bewusst initiierten Separierung die Einheit. (…)? Das verbindende Element zwischen den Musikern und dem Chor ist die unbändige Lust am Musizieren und Fabulieren. (…) Da wird munter durch die Gegend zitiert, Erinnerungen von den Swingle Singers über Frank Zappa bis zu den McGarrigle Sisters wachgerufen, vieles munter durcheinander gewürfelt und nach einer verblüffend neuen Logik zusammengesetzt. Und für leidenschaftlichen Unsinn bleibt auch jede Menge Platz.?Max Andrzejewskis Feingefühl ist es zu verdanken, dass bei alledem am Ende alles genau dort seinen Platz findet, wo es hingehört. „Hütte und Chor“ ist ein nüchterner, aber alles erklärender Titel für eine rasante Berg- und Tal-Fahrt durch die Höhen und Niederungen eines musikalischen Vergnügungsparks, in dem nur wenige Stationen das Jazz-Fähnlein hissen.“

HÜTTE ist doppelter Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreis 2013 Bandpreis (HÜTTE) und Solistenpreis (Max Andrzejewski)

Johannes Schleiermacher (sax), Tobias Hoffmann (git), Andreas Lang (b), Max Andrzejewski (dr, comp)
Chor: Friederike Merz, Sarah Whitteron, Zola Mennenöh, Laura Winkler, Tobias Christl