Nico Finke’s Bad Surprise

Hannover

“Die Zeit ist reif! Ich denke, ich habe mein Zeug jetzt zusammen und kann es nicht mehr abwarten mit dieser Kapelle für so manch böse Überraschung zu sorgen.“

Das alles meint der 31 jährige Bandleader natürlich nur im besten musikalischen Sinne. Er hat mit dieser Band eine absolut hochkarätige Gruppe von Musikern zusammen gebracht, die es auf eine einzigartige Weise verstehen die vielschichtigen Kompositionen zum Leben zu erwecken, ohne dabei ihre persönliche Note zu verlieren. Neben  akustischen Titeln, liegt der Schwerpunkt dieses souverän produzierten Albums doch deutlich im Groove. Der Band  gelingt es den abwechslungsreichen Kompositionen einen roten Faden zu geben und die verschiedenen musikalischen Einflüsse des Bandleaders auf spielerisch höchstem Niveau zu verbinden.

„Ich bin in den 90ern groß geworden und war solange ich mich erinnern kann besessen von Musik. Den Jazz habe ich erst später für mich entdeckt.“

Dies lässt sich in den Kompositionen wiedererkennen, welche Einflüsse von Funk, Soul, Hiphop, oder Dubstep durchklingen lassen, dabei jedoch nie affektiert klingen. Die kompositorische Vielfalt wird elegant im liebevoll arrangierten Gewand verpackt und mit Spielfreude und improvisatorischem Ideenreichtum garniert. Die persönliche Note des Masterminds ist dabei unverkennbar und drückt der kompletten Produktion vom Mix bis zum Artwork einen Stempel auf, welcher für ein Debut-Album überaus beachtlich ist. Das unterhaltsam variierende Album holt den Zuhörer ab und nimmt ihn mit auf eine Reise durch Beats, Sounds und Töne, die nicht nur den Jazz-Fan ansprechen –
die Kopfnicker-Fraktion wird ebenso bedient wie Feier-Füchse und Elektro-Freunde. Dieses Album soll das Sprungbrett sein um auch live in der kommenden Zeit für viele böse Überraschungen zu sorgen.

Nico Finke – Saxophone, Clarinet, Flute, Loops / Gary Winters – Trumpet, Flugelhorn / Roman Rofalski – Piano, Rhodes, Wurlitzer, Synths / Klaus Spencker – Guitars / Michael Gudenkauf – Electric Bass, Double Bass / Kristijan Krajnčan – Drums / Nené Vásquez – Percussion