Künstler aus Anderswo

Trio Schmetterling

Erfurt/New York

„Die drei sind Klangtüftelmeister wie es sie nur selten gibt.” – Sound and Image, 11/2013

“Hier sitzen drei am Lagerfeuer von Postrock, Postpop und Postromantik, Weber und Wagner Zwischen New York und Erfurt und erzählen sich dunkle Sagen aus alter Zeit mit neuen Mitteln. Das muss man erst mal so stimmig und intensiv hinbekommen.““Trio Schmetterling may not be a jazz band for some of you but they surely aren‘t a rock band for me. This is the work of a young band in progress but the progress is quite impressive.” – Stephan Moore, JazzWrapp, 01/2010

“Nicht jeden Tag und nicht in jedem Jahr begegnet man solcher Musik” – Jazzie.net, 01/2010

“Had this been recorded by the likes of Tortoise or Radiohead, it would have already been hailed as an all-time classic – it‘s that good.” – Sean Smith, TokyoJazzNotes, 01/2010 – Jazzthetik, 11/2013

Von der beschaulichen Krämerbrücke im thüringischen Erfurt bis zur monumentalen Brooklyn Bridge im ununterbrochen pulsierenden New York ist es nicht weiter als ein Schmetterlingsflug. Das Trio Schmetterling führt den globalen Groove der großen Metropole mit der idyllischen Verklärtheit der mittelalterlichen Landeshauptstadt aus Deutschlands Mitte zu einer unwiderstehlichen Einheit zusammen.

Der Sound des Trios Schmetterling setzt sich auf Anhieb von landläufig Gehörtem ab. Tradierte Schubladen wie Jazz, Pop, Ambient oder Weltmusik greifen hier nicht. Die Musik ist instrumental, die Instrumentierung erinnert manchmal an Jazz, aber die Melodien sind so verführerisch und eindringlich wie in guten Pop-Songs. Sie beginnen ganz klein, bauen sich langsam auf, werden größer, detailreicher, bis aus einer einzigen Blüte eine ganze Blumenwiese wird, auf der bunte Käfer an Halmen auf und ab klettern, Ameisenströme sich zu bizarren Strömen verzweigen und sich allerlei Gesumm erhebt. All das wird aus der Schmetterlingsperspektive begutachtet, die dem bunten Gewimmel mit ihrem Flügelschlag die Krone aufsetzt.

Trio Schmetterling – der Bandname ist nicht zufällig gewählt. Hinter diesem Logo aus der Flatterwelt verbergen sich Gitarrist Keisuke Matsuno, Bassist Alexander Binder und Drummer Jan Roth. Ein Trio aus Gitarre und Rhythmusgruppe, wie es sie im Jazz zu Hunderten gibt, sind die Schmetterlinge deshalb noch lange nicht, denn die drei Musiker haben nicht nur auf ein ganzes Arsenal anderer Instrumente Zugriff, sondern sie lassen sich von der unbändigen Lust am Fabulieren und Ausprobieren antreiben, bis am Ende aus einem Stück etwas ganz anderes rauskommt, als am Anfang beabsichtigt war. Improvisation heißt für die drei Insektenfreunde nicht, einzelgängerisch die virtuosen Muskeln spielen zu lassen, um sich bei den solistischen Exkursen gegenseitig zu begleiten, sondern im Kleinen mit Nuancen zu spielen, als gelte es, an einem Spätsommermorgen große, mittlere und winzige Tautropfen auf einer Blumenwiese zu verteilen.

alexander binder – bass / keisuke matsuno – guitars / jan roth – drums